Arbeitsunfall

Der Arbeitsunfall, auch Betriebs- oder Berufsunfall genannt, fällt unter das gesetzliche Unfallversicherungsrecht. Ein Arbeitsunfall liegt vor, wenn auf den Versicherten eine körperliche Schädigung einwirkt, die unabsichtlich erfolgt, im zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit steht und die durch eine versicherte Handlung hervorgerufen wird.

Die Unfallversicherung deckt Unternehmungen ab, die auf die Ziele des Betriebs ausgerichtet sind, unabhängig davon, ob das Vorhaben durchgesetzt wird oder nicht. Führt ein Versicherter jedoch Tätigkeiten aus, die dem privaten Bereich zuzurechnen sind, zählen diese nicht zum Unfallversicherungsschutz, selbst wenn sie während der Arbeitszeit unternommen werden. Unfallversichert sind nicht nur fest angestellte Mitarbeiter eines Unternehmens, sondern auch kurzfristig angestellte Arbeitskräfte, die die gleichen oder ähnliche Tätigkeiten ausführen wie fest angestellte Arbeitnehmer.

Ein Arbeitsunfall liegt beispielsweise auch vor, wenn es bei Betriebsausflügen oder Botengängen zu Unfällen kommt. Geschieht ein Arbeitsunfall, muss die Unfallversicherung Schadenersatz, z.B. in Form von Heilungskosten oder Hinterbliebenenrente, leisten. Dieser Schadenersatz beinhaltet jedoch keine immateriellen Schäden, folglich wird kein Schmerzensgeld geleistet. Dieses kann man lediglich vom Arbeitgeber einfordern, jedoch nur, wenn dieser die Schuld am Arbeitsunfall trägt.