Urlaubsabgeltung

Im Falle der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, so ist er vom Arbeitgeber abzugelten (vgl. § 7 IV BUrlG). Dies gilt i.Ü. auch für den Zusatzurlaub schwerbehinderter Menschen.

Konnte der Urlaub wegen Krankheit des Arbeitnehmers nicht genommen werden, so besteht der Urlaubsanspruch weiter, da während der Krankheit kein Urlaub genommen werden kann.

Ist aber der Arbeitnehmer aus sonstigen Gründen arbeitsunfähig, d.h. kann er seine vertraglich geschuldete Arbeitskraft nicht erbringen, so erwächst hieraus nicht unmittelbar ein Urlaubsabgeltungsanspruch.

Im Falle der Erkrankung des Arbeitnehmers über einen längeren Zeitraum verfallen seine Urlaubsansprüche nach 15 Monaten ab Ende des jeweiligen Urlaubsjahres. Bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses kann der Urlaub jedoch nicht mehr genommen werden, weswegen dieser sich zu einem Urlaubsabgeltungsanspruch umwandelt.

Im Falle der Elternzeit wird nur solcher Urlaub übertragen, den der Arbeitnehmer infolge des Erziehungsurlaubs (Elternzeit) nicht nehmen konnte.

Konnte allerdings die Arbeitnehmerin wegen eines Beschäftigungsverbotes nicht arbeiten, so erlischt der Urlaubsanspruch.

Der Urlaubsabgeltungsanspruch ist i.Ü. nicht vererblich.

Ganz wichtig ist nun die Entscheidung des BAG vom 07.08.2012, wonach Urlaubsabgeltungsansprüche innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist von drei Jahren geltend gemacht werden können.