Fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr

Durch die fahrlässige Körperverletzung gemäß § 229 StGB soll die körperliche Integrität und Gesundheit eines Menschen geschützt werden. Wer also im Straßenverkehr einen Fahrfehler begeht, der die Körperverletzung eines anderen Verkehrsteilnehmers zur Folge hat, hat mit einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren von der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft zu rechnen. Hierbei ist es unerheblich, ob die Herbeiführung der Körperverletzung gewollt war. Ausreichend ist, wenn die Verletzungen des anderen Verkehrsteilnehmers zumindest unter Außerachtlasssung der erforderlichen Sorgfalt und somit fahrlässig mitverursacht wurde. Grundsätzlich droht neben der eigentlichen Geld- oder Freiheitsstrafe im strafrechtlichen Verfahren nach einem Unfall auch die Verhängung eines Fahrverbots. Zudem wird eine verkehrsunfallbedingte fahrlässige Körperverletzung im Falle einer Verurteilung im Verkehrzentralregister in Flensburg mit fünf Punkten geahndet. Ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ist folglich aufgrund der drastischen Konsequenzen überaus ernst zu nehmen. Es sollte daher frühzeitig anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen werden, um die drohenden Gefahren bzw. Konsequenzen umfassend abwehren zu können. Spätestens bei dem Erhalt einer Vorladung zur Vernehmung oder dem Erhalt eines Anhörungsbogen von der Polizei ist das Einschalten eines Rechtsanwalts geboten, da nur dieser Akteneinsicht erlangen kann und sich somit ein umfassender Überblick darüber gewonnen werden kann, was an Konsequenzen drohen kann. Erst dann kann sinnvoll eine entsprechende Strategie zur erfolgreichen Verteidigung erstellt werden. Mit anwaltlicher Hilfe lässt sich regelmäßig die Einstellung des eingeleiteten  Ermittlungsverfahren erreichen.