MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung)

Nach § 2 Absatz 4 Straßenverkehrsgesetz (StVG) gilt: "Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat."

 

 

Bei dem Bestehen von Zweifeln an der Eignung eines Fahrerlaubnisbewerbers von Seiten der Fahrerlaubnisbehörde kann diese zur Klärung des Sachverhaltes eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen. Bei der MPU wird ein Gutachten erstellt. Die Fahrerlaubnisbehörde entscheiden danach, ob die untersuchte Person zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist.

In den Fällen, in denen ein Alkoholdelikt mit einem Promillewert von über 1,6 Promille vorliegt oder wenn innerhalb von zehn Jahren wiederholt Alkoholdelikte bekannt wurden, wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung vor der Neuerteilung der Fahrerlaubnis angeordnet werden.

Ebenso muss die Verwaltungsbehörde ein MPU-Gutachten fordern, wenn Fahrten unter Drogeneinfluss bekannt werden oder der Konsum „harter Drogen“ bekannt wird. Schließlich wird auch eine MPU angeordnet, wenn der Betroffene mehr als 18 Punkte im Verkehrszentralregister aufweist, oder wenn es nach einem Aufbauseminar in der Probezeit trotzdem wieder zu Auffälligkeiten kommt.

Die MPU besteht grundsätzlich aus einer medizinischen Untersuchung und einem psychologischen Test.

Hierbei soll festgestellt werden, wie es zur der Notwendigkeit der Anordnung der MPU kam, und ob der Betroffene entsprechend erforderliche Maßnahmen vorgenommen und sein Verhalten derart geändert hat, dass die Gefahr der Wiederholung des Fehlverhaltens nahezu ausgeschlossen werden kann.

Es gibt Möglichkeiten das Absolvieren der MPU durch Vorbereitungen etc. erfolgreich zu erziehlen, besser ist es allerdings, wenn die Notwendigkeit der MPU zum Beispiel durch anwaltliche Hilfe gänzlich entfallen kann.