Probezeit

Bei der Fahrerlaubnis auf Probe wird zwischen schwerwiegenden Zuwiderhandlungen, wie z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen und weniger schwerwiegenden Zuwiderhandlungen, wie z.B. technischen Fahrzeugmängeln des Fahrerlaubnisinhabers unterschieden.

 

Begeht der Fahrerlaubnisinhaber während der Probezeit eine schwerwiegende Zuwiderhandlung oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen, verlängert sich die Probezeit um weitere zwei auf vier Jahre und es wird die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet. Sofern der Fahrerlaubnisinhaber diese Anordnung nicht innerhalb der gesetzten Frist nachkommt, wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Entzieht die Führerscheinstelle nach dem Absolvieren der vorgenannten Maßnahme die Fahrerlaubnis, darf eine neue Fahrerlaubnis frühestens nach drei Monaten erteilt werden. Mit der Erteilung beginnt eine neue Probezeit, wobei zu der Restdauer vor dem Entzug der Fahrerlaubnis zwei weitere Jahre hinzugefügt werden. Von Seiten der Führerscheinstelle wird grundsätzlich die Beibringung eines Fahreignungsgutachtens angeordnet, sofern der Betroffene innerhalb der neuen Probezeit erneut eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begeht.