Punkte

Nach Angaben des Verkehrszentralregister in Flensburg ist das Punktsystem ein wichtiges Instrument, um die Allgemeinheit vor ungeeigneten Kraftfahrern zu schützen. Ein hoher Punktestand ist ein Warnsignal und sollte genutzt werden, das eigene Verhalten zu überprüfen und positiv zu verändern. Eingetragen werden Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeld ab 40,00 €, etwa Tempo- und Ampelverstöße sowie Straftaten, etwa Alkoholfahrten oder Unfallflucht.

 

Die Verstöße werden zukünftig in drei Kategorien eingeteilt. Einfache Ordnungswidrigkeiten, erhebliche Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Straßenverkehr. Entsprechend dieser Differenzierung werden ein, zwei bzw, drei Punkte vergeben. Zudem werden die Grenzwerte ebenfalls geändert.

Wenn bisher der Entzug der Fahrerlaubnis bei 18 Punkten erfolgt, wird er ab Mai 2014 ab dem Erreichen von acht Punkten ausgesprochen werden. Dadurch wird es vermutlich zu einer deutlichen Steigerung der Entziehungen führen, weil bereits vier erhebliche Ordnungswidrigkeiten zu acht Punkten führen, während sich bisher nicht mehr als 16 Punkte errechnen würden.

Ab Mai 2014 erfolgt eine weitere Erhöhung für verschiedene Verstöße, wie z.B. die Nutzung von Handys oder das ungenügende Sichern von Kindern im Fahrzeug. Hierbei reicht auch z.B. der Blick auf das in der Hand gehaltene Handy, um ein Bußgeld und Punkte auszulösen.

Schließlich sollen zukünftig feste Tilgungsfristen für die jeweiligen Verkehrsverstöße und ein einheitlicher Beginn für die Tilgungsfristen mit dem Tag der Rechtskraft gelten.

Zu Guter letzt wird es die Möglichkeit zur Punktereduktion durch Teilnahme an Schulungen zukünftig nicht mehr geben.