Trunkenheitsfahrt (Alkohol, Betäubungsmittelfahrt)

Schon bei einfachen Trunkenheitsfahrten von wenigen Promille droht dem Betroffenen der Entzug des Führerscheins. Auch wenn kein Unfall verursacht wurde oder der Betroffene erstmalig aufgefallen ist, müssen mit ernsten Folgen für die Fahrerlaubnis gerechnet werden.
 Schon bei Fahrten unter Alkoholeinfluss ab 0,5 Promille drohen mehrmonatige Fahrverbote, der Entzug Ihrer Fahrerlaubnis, Sperrfristen von bis zu fünf Jahren und die Anordnung einer MPU.

 

 

Da dem Betroffenen die Straftat nachgewiesen werden muss, sollte er von seinem Schweigerecht Gebrauch machen und keine Einlassungen abgeben.

Wer sich mit 0,5 Promille oder mehr im Straßenverkehr als Führer eines Kraftfahzeugs bewegt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Dies wird mit einem Bußgeld geahndet und kann zu einem Fahrverbot von bis zu drei Monaten führen, nebst der Eintragung von Punkten in das Verkehrszentralregister.

Erreicht der Betroffene BAK-Werte von 0,3 und 1,1 Promille, liegt eine sogennante  relative Fahruntüchtigkeit vor. Sofern hier alkoholbedingte Ausfallerscheinungen eintreten, wie z.B. das plötzliche Bremsen ohne Grund, auffallend langsames Fahren bzw. Fahren von Schlangenlinien, liegt eine strafrechtlich relevante Trunkenheitsfahrt vor.

Ab 1,1 Promille wird von einer absoluten Fahruntüchtigkeit des Betroffenen ausgegangen. Dies bedeutet, dass der Betroffene - unabhängig von seinem Fahrverhalten - eine Straftat begangen hat.

Als strafrechtliche Sanktion wird bei Ersttätern in der Regel eine Geldstrafe zwischen 20 und 40 Tagessätzen verhängt. Dies ist jedoch abhängig vom Grad der Alkoholisierung. Der jeweilige Tagessatz errechnet sich aus dem Einkommen und beträgt 1/30 des um die Unterhaltsverpflichtungen bereinigten Nettoeinkommens des Betroffenen.

Darüberhinaus, wird in der Regel ein Fahrverbot von einem bis drei Monaten verhängt.

Weiter muss der Betroffene damit rechnen, dass  ihm eine Sperrfrist (bei Ersttätern) von neun bis 12 Monaten zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis auferlegt wird. Auf Grund der Trunkenheitsfahrt wird die Fahrerlaubnis entzogen und der Führerschein eingezogen.

Um die Fahrerlaubnis wiederzuerlangen muss dann ein Antrag auf Wiedererteilung gestellt werden. Wird die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beantragt, kann die Fahrerlaubnisbehörde zuvor eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen. Ab einer Alkoholisierung von 1,6 Promille bzw. bei dem Konsum von Betäubungsmitteln ist eine MPU zwingend vorgeschrieben.